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Zum Rücktritt des Bürgermeisters

Veröffentlicht am 29.04.2019


Ursprünglich hatte die AWG geplant, dem Bürgermeister nach Ankündigung seines Rücktritts einen gesichtswahrenden Abgang zu ermöglichen. Nachdem Herr Reimers jedoch mit pauschalen Vorwürfen gegen die AWG an die Presse gegangen ist, fühlen wir uns zu einer kurzen Gegendarstellung herausgefordert.

Zur Rolle eines Bürgermeisters in einem dörflichen Gemeinwesen gehört nach unserem Verständnis neben der Einhaltung von Rechtsvorschriften vor allem die Förderung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements, die Wahrnehmung repräsentativer Pflichten bei Veranstaltungen sowie eine würdige Vertretung nach außen. Dabei ist er Vorbild, Moderator und vor allem Unterstützer von Eigeninitiative und Engagement aller Bürgerinnen und Bürger. Stattdessen tat sich Herr Reimers vor allem als Verhinderer hervor, der, selbst weitgehend passiv bleibend, vor allem Initiativen und Vorschläge einer engagierten Opposition (was übrigens deren Aufgabe ist) mit teilweise abstrusen Argumenten zu verhindern suchte. Wir erinnern dabei an sein Plädoyer gegen „die Lichtverschmutzung“ und für die deshalb hilflos „umherirrenden Insekten“ (im Dezember!), nur weil die AWG im Kulturausschuss vorgeschlagen hatte am Bushäuschen eine Weihnachtsbeleuchtung anzubringen.

So arbeitete Herr Reimers in seiner Zeit als Bürgermeister bevorzugt mit Zurechtweisungen, Sprechverboten und Drohungen, obwohl es nach den Auseinandersetzungen um die Windkraft eigentlich um Versöhnung und Integration gegangen wäre. Wenn er nun der AWG im Zeitungsinterview ein „systematisches Hintergehen“ vorwirft, zeugt dies vor allem von einem äußerst begrenzten Demokratieverständnis. Vorschläge zu machen und Initiative zu ergreifen ist genau die Aufgabe von Opposition in einer Demokratie.

Mit der Zeit verlor der Bürgermeister für seinen Konfrontationskurs offensichtlich auch den Rückhalt bei Mitgliedern seiner eigenen Fraktion, die im Interesse des Dorfes verschiedentlich für Vorschläge der AWG stimmten, woraufhin der Bürgermeister sein Verhaltensmuster noch verstärkte. In dieser verfahrenen Lage gab es schließlich den fraktionsübergreifenden Konsens für eine Mediation. Diesem Verfahren hat sich jedoch der Bürgermeister durch seinen Rücktritt entzogen.

Für diesen Rücktritt allein die AWG verantwortlich zu machen, wäre zu viel der Ehre, denn über diese Macht verfügen wir als Minderheitsfraktion gar nicht. Der Bürgermeister wurde von der Mehrheitsfraktion vorgeschlagen und gewählt. Daher würden wir uns freuen, wenn auch die AMW sich zu ihrem Teil an Verantwortung für diese im Interesse des Dorfes richtige und notwendige Entwicklung bekennt.

Wir begrüßen die Kandidatur von Diedrich Ebeling, der immer wieder gezeigt hat, dass er über viele Eigenschaften verfügt, die jetzt in Meezen gebraucht werden, um das vorhandene Potenzial an Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft seiner Bürgerinnen und Bürger zu wecken und zu fördern.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Christa Limmer, Claus Nowak, Hartmut und Ute Ralf


Artikel der Landeszeitung vom 25.04.2019 „Dorfchef fühlt sich hintergangen“
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Leserbrief vom 30.04.2019 zum Artikel „Dorfchef fühlt sich hintergangen“
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